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Vitalpilze - Mykotherapie

 

Heute möchten wir euch einen kleinen Einblick in die Welt der Vitalpilze geben. 

Pilze existieren schon seit Millionen von Jahren. Deshalb sind sie neben Algen und Bakterien, die ältesten Bewohner unserer Erde.

Sie gehören einer eigenständigen Klassifikation an und zählen nicht zu den Pflanzen. Denn sie bestehen aus Chitin (wie Insekten), haben einen eigenen Stoffwechsel und nehmen Nahrung zu Energiegewinnung auf. Sie werden seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin genutzt. Auch dem Ötzi waren ihre heilenden Kräfte bekannt. 

Pilze sind die Recyclinganlage der Natur Sie zersetzen biologische Abfallprodukte und wandeln sie wieder in lebensnotwendige Stoffe um. Pilzen werden 3 große Wirkprinzipien zugeordnet: 

  • Transformierendes und regulierendes Prinzip
  • Stärkendes und entgiftendes Prinzip
  • Transportierendes, schützendes und nährendes Prinzip

Aus diesen Prinzipien lassen sich die Wirkungen und Anwendungsgebiete von ihnen ableiten. Die Liste ist lang und wir zählen hier nur einen Bruchteil davon auf. 

Sie wirken zum Beispiel schmerzlindernd, entzündungshemmend, antiviral, antibakteriell, krebshemmend, entgiftend und wundheilungsfördernd. Nach der TCM wirken sie auch ausgleichend, harmonisierend und beruhigen den Geist. 

Es gibt kaum eine Erkrankung bei der sie nicht eingesetzt werden können und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. So werden sie zum Beispiel bei Allergien, Gelenksproblemen, Epilepsie, Verdauungsstörungen, Diabetes und Krebserkrankungen eingesetzt. Dies wird dadurch begünstigt, dass sie kaum Nebenwirkungen aufweisen und nur wenige Kontraindikationen bestehen. 

Eine Nebenwirkung könnte Durchfall sein oder in sehr seltenen Fällen Erstverschlimmerung der Symptome. Hier ist es ratsam die Pilze einzuschleichen bei der Gabe. Also die Mengen langsam zu steigern bis die normale Dosis erreicht ist. 

Kontraindikationen bestehen zum Beispiel bei einer Allergie gegen Eiweiß von Pilzen. 

Vorsicht ist auch geboten bei bestimmten Kombinationen mit Herzmedikamenten, außerdem bei Erkrankungen der Niere. Hier sollte die Gabe vorher mit einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker angesprochen werden. 

 Außerdem sollten Vitalpilze ein paar Tage vor Operationen abgesetzt werden. 

 

Was muss man beim Kauf von Vitalpilzen beachten?

Da die Vitalpilze meistens in der TCM angewendet werden, befindet sich das Hautanbaugebiet auch in China. 

Hauptsächlich werden sie als Pulver oder Extrakt verkauft und angewendet.

Ihr wisst ja bereits, dass Pilze die Recyclinganlage der Natur sind. Das bedeutet auch, dass sie unter anderem auch Toxine und Schwermetalle aus der Erde ziehen. Um die Produktion zu beschleunigen und den Profit zu steigern werden auch Pestizide von manchen Herstellern eingesetzt. Auch können sie radioaktiv verseucht sein, wenn sie zum Beispiel aus verstrahlten Gegenden kommen. 

Daher solltet ihr Vitalpilze nur aus kontrolliertem Anbau mit Zertifikaten beziehen. Wir können euch die Vitalpilzmischungen von MycAni empfehlen. MycAni bezieht beispielsweise ihre Pilzpulver von der Firma Pilze Wohlrab. Die Vitalpilze werden unter europäischen Bio-Standards in China angebaut und durch unabhängige Unternehmen kontrolliert. 

Einige Shops bieten auch Pilzbrut an zum Eigenanbau. Mit ein bisschen Know-how ist es also auch möglich sie selber anzubauen. 

In Deutschland wachsen auch ein paar Vitalpilze in freier Natur. Passt hier aber bitte beim sammeln auf, dass es nicht zu Verwechslungen kommt. 

 

Nun wollen wir euch noch 3 Vitalpilze näher vorstellen.

 

Reishi - Glänzender Lackporling 

Heute wollen wir euch den wohl bekanntesten Vitalpilz vorstellen. Vom Reishi hat der ein oder andere sicherlich schon mal etwas gehört. Mittlerweile wird er immer öfter in Produkten zur Nahrungsergänzung verarbeitet. Er wächst hauptsächlich an Hartholz wie zum Beispiel Eichen. Ist aber auch an anderen Bäumen zu finden. Mit etwas Glück, findet man ihn auch in unseren heimischen Wäldern. Wie der Name schon verrät ist er an seiner glänzenden Oberfläche gut zu erkennen und dem weißen Rand. 

Er verfügt über eine Vielzahl an Wirkstoffen und ist vielseitig einsetzbar. 

Die Chinesen bezeichnen ihn auch als „Ling Zhi“ also „Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit“. Er wird hauptsächlich eingesetzt in der Krebs- und Tumorbehandlung. Außerdem bei Allergergien und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-System. 

 Als Speisepilz ist der Reishi nicht geeignet, da er einen holzigen Fruchtkörper hat. 

 

Agaricus blazei Murrill - ABM 

Der ABM ist bei uns bekannt als „Brasilianischer Egerling“. Sein Name verrät wo er seinen ersten Nachweise hatte Aufgrund seines mandelartigen Geruchs wird er sich als Mandelpilz bezeichnet. 

Der ABM ist einer meiner Lieblinge unter den Vitalpilzen. 

Er wirkt unter anderem aktivierend auf das Immunsystem, antimutagen, antimetastatisch und leberschützend. Zum Einsatz kommt er um das Immunsystem zu stärken und zu aktivieren. Bei Hauterkrankungen, Lebererkrankungen, Pankreatitis  und bei Allergien wird er auch häufig angewendet. Außerdem ist er dafür bekannt den Leishmaniose Erreger zu hemmen. Hier haben Studien gezeigt, dass sein Einsatz zur Behandlung von Leishmaniose geeignet ist. 

 

 

Agaricus bisporus - Champignon

Wusstet ihr das Champignon auf französisch „Pilz“ heißt? Hier wird der Agaricus bisporus auch als Zucht-Champignon oder Zweisporiger Egerling bezeichnet. 

Er ist nicht nur als Speisepilz sehr beliebt, sondern besitzt auch viele positive Wirkungen als Vitalpilz. 

Er wirkt aufbauend, senkt den Blutzucker, antioxidativ, krebshemmend und reguliert den Fettstoffwechsel. 

Beim Hund und der Katze kann er bei Kraftlosigkeit und Fettwechselstörungen angewendet werden. In der Krebstherapie kann er zur Bekämpfung von Mastzellen eingesetzt werden. Außerdem kann er eine gesunde Darmflora unterstützen in dem er pathogene Keime zurückdrängt. 

Champignons lassen sich auch gut im heimischen Gewächshaus züchten.

 

Wir hoffen der Beitrag hat euch gefallen.

 

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