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Barf in der Theorie - Rohe fleischige Knochen

 

Ein Thema welches vielen Besitzern Bauchschmerzen bereitet. Viele haben Bilder von zerschnitten Speiseröhren, über das Maul gestülpten Markknochen oder Knochenkot im Kopf, wenn sie an die Fütterung denken. Dabei tritt der erste Fall bei gekochten Knochen ein und beim Barf füttern wir nur rohe fleischige Knochen. Man unterscheidet hierbei zwischen harten und weichen Knochen. Weiche Knochen haben grundsätzlich Beutetiere die etwa gleichgroß oder kleiner sind wie eine Katze. Demzufolge haben größere Beutetiere hauptsächlich härtere Knochen. Gefüttert werden sollten sowohl harte und weiche Knochen zu gleichen Teilen beim Hund. Bei der Katze kommen nur weiche Knochen zum Einsatz. In freier Wildbahn ist es auch unwahrscheinlich, dass eine Katze ein Beutetier mit harten Knochen erlegt. Die Knochen sollten noch gut mit Muskelfleisch ummantelt sein, das regt die Magensäurenproduktion. Der ph-Wert dieser liegt bei Hunden und Katzen bei ca. 1. Durch diese extrem saure Magensäure könnne Knochen problemlos zersetzt werden. Ideal sind zum Beispiel Geflügelhälse, Kaninchenkarkassen und Brustbein. 

 

weiche Knochen

harte Knochen

Entenhälse, Entenkarkasse,

Entenflügel

Rinderbrustbein, Kalbsbrustbein, Kalbrippen

Hühnerhals, Hühnerkarkasse,

Hühnerflügel

Lammbrustbein, Lammrippen, Lammhals, Ziegenknochen 

Kaninchenkarkasse, Kaninchenkopf

Wildrippen, Wildhälse

Gänsehals, Gänsekarkasse

Pferdebrustbein, Pferderippen

 

Aber warum füttern wir überhaupt Knochen?

Erstmal besteht auch ein Beutetier aus Knochen. Diese versorgen den Hund und die Katze hauptsächlich mit Calcium und Phosphor. Außerdem enthalten sie Magnesium, Natrium und Kalium. Diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel unserer Haustiere. Desweiteren werden beim Kauen der Knochen auf natürliche Weise die Zähne geputzt.

Wer immer noch Bauchschmerzen beim Gedanken an Knochen hat, kann auch gewolfte Knochen  bzw. Knochenbrei füttern. Wenn nur Knochenmehl oder andere Calciumpräparate gefüttert werden sollen oder müssen, ist es notwendig die genaue Menge zu berechnen. Auch sind nicht alle Präparate dafür geeignet. Eierschalen hemmen zum Beispiel die Magensäureproduktion, deshalb sind sie nur bedingt als Knochenersatz einsetzbar. Wir beraten euch dazu gerne.

Achtung: Wie oben erwähnt dürfen keine gekochten Knochen gefüttert werden, weil sie splittern können. Von Markknochen sollte auch Abstand genommen werden, da sie sehr hart sind und sich über den Kiefer stülpen können. Werden zu viele harte Knochen gefüttert kann es zu Knochenkot kommen. Außerdem sollte der wöchentliche Anteil von Knochen auf 3-4 Tage verteilt werden, um Knochenkot zu vermeiden. Ihr solltet auch immer den Zahnstatus eurer Hunde im Blick haben. Bei Welpen und Junghunden sollten erstmal nur weiche Knochen gefüttert werden. Auch nach dem Zahnwechsel ist es ratsam nicht direkt mit der Fütterung von harten Knochen zu starten. Warum? Das könnt ihr nochmal in unserem Beitrag zum Thema "Zähne" nachlesen.

 

Wusstet ihr schon?

Kauen wirkt entspannend und beruhigt unsere Fellnasen. Ihr werdet diesen Effekt eventuell selber schon einmal beim Kaugummikauen bemerkt haben. Vom Mundbereich aus verlaufen viele Nervenbahnen in das limbische System, das Zentrum der Emotionen. Kauen kann deshalb Stress reduzierend wirken.

Hat euch unser Beitrag gefallen? Dann hinterlasst doch gerne einen Kommentar.

 

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